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Achtung: Diese Zertifizierungen sind beim barrierefreien Bauen von Bedeutung

Diese Normen entscheiden über die Qualität barrierefreier Immobilien

Dass barrierefrei eingerichtete Häuser und Wohnungen diesem Standard tatsächlich gerecht werden, wird durch entsprechende Zertifizierungen überprüft und festgehalten. Die bisherigen Normen zum barrierefreien Bauen wurden zum letzten Mal in den Jahren 1992 sowie 1996 und 1998 novelliert. Doch mit den Teilen 1 und 2 der DIN 18040 erhält diese komplexe Thematik nunmehr wesentliche Neuerungen.

Inwieweit die Immobilien den Ansprüchen an die Zertifizierungen im Einzelnen gerecht werden, überprüfen Fachplaner, die speziell für die Überprüfung der DIN-Normen ausgebildet werden. Eine entsprechende Beurteilung gibt etwaigen Mietern oder Käufern von Wohnungen oder Häusern darüber Auskunft, welchem Standard an eine barrierefreie Immobilie die jeweiligen Objekte tatsächlich gerecht werden.

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Generell gelten die Normen nur als Empfehlungen

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Aus juristischer Sicht gelten DIN-Normen hierzulande dennoch als Empfehlungen, die nicht zwangsläufig realisiert werden müssen. Allerdings steht es Landesbehörden frei, in Bauordnungen festzulegen, welche Normen für die Errichtung bestimmter Bauten oder Anlagen eingehalten werden müssen. Die DIN 18024 bezieht sich auf die Anforderungen, die das barrierefreie Erbauen öffentlicher Verkehrswege und Gebäude betreffen. Dieser Anwendungsbereich gilt für Personengruppen wie Gehbehinderte, Gehörlose, Sehbehinderte und Blinde oder ältere Menschen. Teil 1 der barrierefrei DIN 18040 bezieht sich auf öffentlich zugängliche Gebäude und ersetzt den bisherigen Teil 2 der DIN 18024. Von der DIN Norm 18040 sind Bauten wie Sport- und Freizeitstätten, Einrichtungen des Bildungswesens und der Kultur sowie Gebäude des Gesundheitswesens betroffen. Einzelne Aspekte dieser Festlegung wie die DIN 18040 geben in Bezug auf Türen vor, dass diese deutlich erkennbar sein und sich unkompliziert öffnen und schließen lassen müssen. Die Barrierefreiheit DIN 18040 bestimmt aber auch, dass Rampen und Aufzüge vorhanden sein müssen.

Die DIN Norm 18040 Teil 2 ersetzt unter der Bezeichnung ‚Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen‘ die bisherigen DIN Normen 18025-1:1992-12 sowie 18025-2:1992-12. Im Fokus dieser DIN Norm stehen die Festlegungen für eine barrierefreie Planung, Realisierung und Ausstattung von Wohnungen oder Wohnhäusern inklusive der dazu gehörigen Außenanlagen. Das Ziel dieser DIN Norm besteht darin, dass die Anforderungen einer uneingeschränkten Nutzung mit dem Rollstuhl gerecht werden. Weitere Normen wie die DIN 32984 beziehen sich auf Leitstreifen oder Bodenindikatoren im öffentlichen Raum. Die DIN 77800 regelt Qualitätsanforderungen an Anbieter der Wohnform Betreutes Wohnen für ältere Menschen.

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Ein besonderer Qualitätsnachweis: Das Signet barrierefrei

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Um die Barrierefreiheit Ihrer Immobilien ordnungsgemäß zu zertifizieren, teilt das Zertifikat ‚Signet barrierefrei‘ die Objekte in drei Qualitätsstufen ein. Um eine objektive Bewertung in die Unterteilungen Basis, Aktiv oder Premium zu treffen, nehmen Fachplaner für Sie die Teile 1 und 2 der DIN-Norm 18024 genauer unter die Lupe. Des Weiteren finden die Teile 1 und 2 der DIN 18040 Berücksichtigung. Ebenso werden bei der Einschätzung von Einrichtungen die Hinweise von Behindertenverbänden zu Rate gezogen.

Die Kriterien der drei Anforderungsgruppen A, B und C werden der Wichtigkeit entsprechend festgelegt und wirken sich maßgeblich auf die Bewertung der Objekte aus. Ein ausgefeiltes Punktesystem bietet die Möglichkeit, Ergebnisse in Abhängigkeit der Anforderungsgruppe zu ermitteln und mithilfe einer prozentualen Berechnung die erreichte Qualitätsstufe zu bestimmen. Um eine Einstufung zum Erhalt des Signet barrierefrei erhalten zu können, müssen die Wohnungen, Häuser, Einrichtungen und Wege alle wichtigen Kriterien der DIN-Normen erfüllen. Dementsprechend hat keines der Gebäude oder der Wege einen generellen Anspruch auf eine Qualitätsstufe.
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